Was ist eine 24-Stunden-Betreuung?
Bei der 24-Stunden-Betreuung wohnt eine Betreuungskraft im Haushalt der betreuten Person und ist rund um die Uhr ansprechbar. Sie übernimmt Grundpflege, Haushalt und Alltagsbegleitung und sorgt vor allem für eines: Sicherheit — tagsüber, nachts, am Wochenende. Der Angehörige bleibt in seinen vier Wänden, die Familie wird entlastet, ohne die Kontrolle abzugeben.
„Betreuung“ und „Pflege“ werden im Alltag oft gleichbedeutend verwendet — auch bei Diadema meinen 24-Stunden-Pflege und 24-Stunden-Betreuung dasselbe Modell. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt: Betreuung heißt Anwesenheit, Struktur und Begleitung. Was ausdrücklich nicht dazugehört, ist die medizinische Behandlungspflege nach SGB V. Dafür kommt bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst ins Haus, den wir für Sie koordinieren.
Wichtig: Die Betreuungskraft arbeitet nicht 24 Stunden am Stück. Die wöchentliche Arbeitszeit liegt bei etwa 40 Stunden, verteilt auf aktive Tätigkeiten, Bereitschaft und Freizeit. Alle gesetzlichen Arbeitszeitvorgaben werden eingehalten — das ist Teil der Legalität, für die wir stehen.
Was übernimmt die Betreuungskraft — und was nicht?
Das gehört zur 24-Stunden-Betreuung
- Anwesenheit im Haushalt, Nachtbereitschaft nach Vereinbarung
- Grundpflege: Waschen, Anziehen, Toilettengang, Mobilisierung
- Haushalt: Kochen, Einkaufen, Wäsche, Reinigung
- Alltagsbegleitung: Spaziergänge, Gespräche, Spiele, Vorlesen
- Begleitung zu Arzt-, Behörden- und Friseurterminen
- Erinnerung an Medikamente und Trinken
- Tagesstruktur bei Demenz, Orientierung, Beschäftigung
- Kommunikation mit Familie, Pflegedienst und Hausarzt
Das gehört nicht dazu
- Behandlungspflege: Spritzen, Wundversorgung, Katheter
- Medikamente eigenständig dosieren oder verabreichen
- Schwere Garten- und Renovierungsarbeiten
- Betreuung weiterer Personen außerhalb des Haushalts
- Fahrdienste ohne ausdrückliche Vereinbarung
Hinweis: Medizinische Leistungen übernimmt der ambulante Pflegedienst über die Krankenkasse — beides lässt sich problemlos kombinieren. Wir stimmen das mit Ihnen ab.
Ein typischer Tag mit 24-Stunden-Betreuung.
Morgens
Wecken zur gewohnten Zeit, Hilfe beim Aufstehen und Waschen, Frühstück nach eigenem Geschmack, Medikamente werden erinnert. Wer Zeit hat, liest die Zeitung gemeinsam.
Tagsüber
Einkauf, Kochen, ein Spaziergang oder Termin beim Hausarzt. Bei Demenz sorgen feste Rituale für Orientierung. Die Betreuungskraft hat Pausen — die betreute Person weiß, dass jemand im Haus ist.
Abends & nachts
Abendessen, Hilfe beim Zubettgehen. Nachts schläft die Betreuungskraft in ihrem Zimmer und ist im Notfall erreichbar — das ist der Unterschied zum ambulanten Dienst, der nur stundenweise kommt.
Wann ist eine 24-Stunden-Betreuung die richtige Lösung?
- Alleinlebende Senioren, bei denen die Familie nachts nicht ruhig schläft
- Demenz und Alzheimer — vertraute Umgebung, feste Bezugsperson, Weglauftendenz im Blick (mehr: Demenzbetreuung)
- Nach einem Krankenhausaufenthalt, wenn die Rückkehr nach Hause sonst nicht möglich wäre (mehr: Pflege nach Krankenhausaufenthalt)
- Pflegegrad 2 bis 5, wenn Angehörige die Versorgung nicht mehr allein stemmen können
- Als Alternative zum Pflegeheim, wenn Ihr Angehöriger das Heim ablehnt
- Pflegende Angehörige, die eine Auszeit brauchen — auch befristet über die Verhinderungspflege
Voraussetzungen im Haushalt
- Eigenes, abschließbares Zimmer für die Betreuungskraft
- Zugang zu Bad, Küche und WLAN
- Verpflegung (Kost & Logis, ca. 150–200 €/Monat)
- Pflegegrad nicht zwingend — ab PG 2 zahlt die Pflegekasse mit
Ob die 24-Stunden-Betreuung zu Ihrer Situation passt, klären wir in einem kostenlosen Gespräch — ehrlich, auch wenn eine andere Lösung besser wäre.
Was kostet die 24-Stunden-Pflege bei Diadema?
Fester Monatspreis ab 3.015 € — alles inklusive, keine Jahresbeiträge. Nach Pflegegeld, Verhinderungspflege und Entlastungsbetrag bleibt je nach Pflegegrad ein Eigenanteil von 1.605 € (PG 5) bis 2.248 € (PG 2), mit der Steuerersparnis nach §35a EStG effektiv ab ca. 1.272 €/Monat.
Legal beschäftigt: Entsendung, A1, Allianz-Versicherung.
Unsere Betreuungskräfte sind bei geprüften Kooperationspartnern in Osteuropa fest angestellt und werden nach EU-Richtlinie 96/71/EG nach Deutschland entsendet. Sie erhalten den deutschen Mindestlohn, reisen mit A1-Bescheinigung ein und sind während des Einsatzes über eine private Krankenversicherung der Allianz abgesichert. Für Sie als Familie heißt das: kein Arbeitgeberrisiko, keine Nachforderungen, kein Graubereich.
Wie sich das legale Modell von Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit unterscheidet, lesen Sie auf der Seite Pflegekräfte aus Polen. Wer die Vermittlung übernimmt und was Diadema als Pflegevermittlung genau leistet, erklären wir dort.
In vier Schritten zur 24-Stunden-Betreuung.
Anfrage & Beratung (Tag 1)
Anruf, Kontaktformular oder Anamnese-Fragebogen. Wir klären Pflegesituation, Wünsche und Budget.
Angebot (Tag 1–3)
Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit Festpreis — kostenlos und unverbindlich, in der Regel binnen 48 Stunden.
Auswahl (Tag 3–7)
Unsere Partner schlagen passende Betreuungskräfte vor: Profil, Deutschkenntnisse, Erfahrung. Sie entscheiden in Ruhe.
Einzug (Tag 7–14)
Vertrag mit dem Kooperationspartner, Anreise organisiert, Betreuung beginnt. Wir bleiben während der gesamten Laufzeit Ihr Ansprechpartner.
Häufige Fragen zur 24-Stunden-Betreuung.
Was ist der Unterschied zwischen 24-Stunden-Betreuung und 24-Stunden-Pflege?
Beide Begriffe meinen dasselbe Modell: Eine Betreuungskraft lebt im Haushalt und unterstützt bei Grundpflege, Haushalt und Alltag. Medizinische Behandlungspflege gehört nicht dazu — dafür wird bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen. „Betreuung“ beschreibt den Schwerpunkt: Anwesenheit, Sicherheit und Alltagsbegleitung.
Was kostet eine 24-Stunden-Betreuung?
Bei Diadema 3.015 € pro Monat als Festpreis (Stand 2026), alles inklusive. Nach Pflegegeld, Verhinderungspflege und Entlastungsbetrag bleibt je nach Pflegegrad ein Eigenanteil von 1.605 € (PG 5) bis 2.248 € (PG 2); mit der Steuerersparnis nach §35a EStG effektiv ab ca. 1.272 €/Monat. Alle Zahlen auf der Seite 24-Stunden-Pflege Kosten.
Arbeitet die Betreuungskraft wirklich 24 Stunden?
Nein. Sie wohnt im Haushalt und ist rund um die Uhr erreichbar, arbeitet aber im Rahmen der gesetzlichen Arbeitszeit — etwa 40 Stunden pro Woche, verteilt auf aktive Tätigkeiten, Bereitschaft und Freizeit. Nachtbereitschaft wird individuell vereinbart.
Wie schnell kann die Betreuung beginnen?
In der Regel 7–14 Tage nach der Anfrage; nach einem Krankenhausaufenthalt in dringenden Fällen binnen 72 Stunden.
Welche Voraussetzungen muss der Haushalt erfüllen?
Ein eigenes, abschließbares Zimmer für die Betreuungskraft, Zugang zu Bad und Küche sowie Verpflegung. Ein Pflegegrad ist keine Pflicht, ab Pflegegrad 2 greifen aber die Kassenleistungen.
Wie gut spricht die Betreuungskraft Deutsch?
Wir stufen die Deutschkenntnisse in jedem Profil ein — von Grundkenntnissen bis fließend — und berücksichtigen Ihren Wunsch bei der Auswahl. Für die tägliche Verständigung reichen in der Regel gute Grundkenntnisse; bei Demenz zählt oft mehr Geduld als Grammatik.
Kostenloses Beratungsgespräch — noch heute.
Wir melden uns binnen 24 Stunden. Persönlich, nicht per Chatbot.