Was 24-Stunden-Pflege bedeutet — und was nicht
Bei der sogenannten 24-Stunden-Pflege wohnt eine Betreuungskraft im Haushalt der pflegebedürftigen Person. Sie übernimmt Grundpflege, Haushalt, Begleitung und Gesellschaft und ist nachts erreichbar. Der offizielle Begriff lautet Betreuung in häuslicher Gemeinschaft; in Deutschland leben schätzungsweise 300.000 bis 600.000 Haushalte so, die meisten Betreuungskräfte kommen aus Polen.
„24 Stunden“ beschreibt die Anwesenheit, nicht die Arbeitszeit. Die Betreuungskraft arbeitet etwa 40 Stunden pro Woche, verteilt auf den Tag, plus Bereitschaft in der Nacht; sie hat Anspruch auf Ruhezeiten und freie Zeit. Was sie nicht leistet: medizinische Behandlungspflege wie Injektionen, Wundversorgung oder das Stellen von Medikamenten — dafür kommt weiterhin der ambulante Pflegedienst, der mit der Betreuungskraft zusammenarbeitet.
Das übernimmt die Betreuungskraft
- Grundpflege: Waschen, Duschen, Anziehen, Toilettengang, Hilfe beim Essen
- Haushalt: Kochen, Einkaufen, Wäsche, Putzen
- Mobilisierung, Begleitung zu Arzt, Therapie, Friseur, Spaziergang
- Gesellschaft, Tagesstruktur, Erinnerung an Medikamente
- Nachts: Toilettengänge, Unruhe, Notfall — jemand ist da
Das bleibt beim Pflegedienst oder Arzt
- Injektionen, Infusionen, Port- und Wundversorgung
- Medikamente stellen und dosieren
- Katheter, Stoma, Beatmung, Absaugen
- Ärztliche Entscheidungen und Verordnungen
- Schwere Pflege zu zweit (z. B. Lagerung schwergewichtiger Personen) — nur mit Hilfsmitteln oder zweiter Kraft
Alle Aufgaben, Grenzen und ein typischer Tagesablauf: 24-Stunden-Betreuung im Detail.

Jemand, der bleibt.
Kein Schichtwechsel, kein Zeitdruck: Eine Betreuungskraft, die Ihren Angehörigen kennt, seine Gewohnheiten, seine guten und schlechten Tage. Das ist der Unterschied zum Pflegedienst, der dreimal am Tag für zwanzig Minuten kommt.
Wann 24-Stunden-Pflege die richtige Lösung ist — und wann nicht
Passt gut
- Pflegegrad 2 bis 5, allein lebend oder mit überfordertem Partner
- Demenz mit Tagesstruktur-Bedarf, nächtlicher Unruhe oder Weglauftendenz
- Nach Krankenhaus oder Reha, wenn niemand zu Hause übernehmen kann
- Ehepaare, bei denen einer pflegt und selbst am Ende ist
- Wenn ein Heimplatz abgelehnt wird oder nicht zu bekommen ist
Passt nicht oder nur mit Ergänzung
- Intensivpflege, Beatmung, ständige medizinische Überwachung
- Kein freies Zimmer im Haus
- Pflegegrad 1 oder keiner: möglich, aber ohne Kassenzuschuss teuer
- Wenn die Person keine fremde Person im Haus akzeptiert — hier hilft oft ein behutsamer Start mit stundenweiser Seniorenbetreuung
Was die Familie bereitstellen muss
Die Betreuungskraft lebt für zwei bis drei Monate bei Ihnen. Sie braucht dafür weniger, als viele denken — aber das Wenige ist Pflicht.
| Voraussetzung | Konkret | Warum |
|---|---|---|
| Eigenes Zimmer | abschließbar, mit Fenster, Bett, Schrank, möglichst TV | Rückzugsort; gesetzliche Anforderung an eine angemessene Unterbringung |
| Bad und Küche | Mitbenutzung reicht, eigenes Bad ist ein Plus | Alltag und Privatsphäre |
| Internet | WLAN im Zimmer | Kontakt zur Familie in der Heimat — der wichtigste Zufriedenheitsfaktor |
| Kost & Logis | Verpflegung im Haushalt, ca. 150–200 €/Monat | Gesetzlich vorgesehen, wie bei jedem Mitbewohner |
| Pflegegrad | ab Pflegegrad 2 zahlt die Kasse mit | Pflegegeld, Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag — Pflegegrad beantragen |
| Pflegedienst | für Behandlungspflege, falls nötig | Spritzen, Wunden, Medikamente bleiben beim Fachpersonal |
| Hilfsmittel | Pflegebett, Toilettenstuhl, Duschhocker je nach Bedarf | Rückenschonend für die Betreuungskraft, sicher für den Betreuten — Pflegehilfsmittel |
Was 24-Stunden-Pflege kostet — und was davon die Kasse zahlt
Seriöse Anbieter liegen zwischen 2.800 und 3.500 € brutto im Monat, abhängig von Deutschkenntnissen, Pflegeaufwand und Anzahl der betreuten Personen. Bei Diadema sind es im Beispiel 3.015 € bei Grundkenntnissen Deutsch — der tatsächliche Monatspreis hängt von der Betreuungskraft ab, die wir passend zur Familie suchen, und steht verbindlich im Angebot —, inklusive Reisekosten, Sozialabgaben, Versicherung, Wechsel und Ersatz.
| Pflegegrad | Pflegegeld | + Verhinderungspflege | + Entlastung | Eigenanteil | mit Steuer (§ 35a) |
|---|---|---|---|---|---|
| PG 2 | 347 € | 295 € | 125 € | 2.248 € | ca. 1.915 € |
| PG 3 | 599 € | 295 € | 125 € | 1.996 € | ca. 1.663 € |
| PG 4 | 800 € | 295 € | 125 € | 1.795 € | ca. 1.462 € |
| PG 5 | 990 € | 295 € | 125 € | 1.605 € | ca. 1.272 € |
Zum Vergleich: Ein Pflegeheimplatz kostet 2026 im Bundesdurchschnitt 3.245 € Eigenanteil im ersten Jahr. Rechenweg, Nebenkosten und Steuer im Detail: 24-Stunden-Pflege Kosten · mit Ihren Zahlen: Eigenanteil-Rechner · Heim vs. zu Hause: Pflegekosten 2026.
Ein Familienbetrieb
aus Osnabrück.
Seit 2009.
Wir sind ein kleines, inhabergeführtes Team. Kein Franchise, kein Callcenter — bei jedem Anruf hebt jemand ab, der Sie kennt.
Zuhause bleiben.
Liebevoll begleitet.
Wir vermitteln seit über 17 Jahren qualifizierte Pflegekräfte aus Osteuropa für die 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause — legal, verlässlich und mit persönlicher Begleitung durch unser ganzes Team.
Vor- und Nachteile der 24-Stunden-Pflege
Vorteile
- Zu Hause bleiben, im eigenen Rhythmus, mit Nachbarn und Gewohnheiten
- Eine feste Bezugsperson statt wechselnder Schichten
- Anwesenheit nachts — die häufigste Sturzzeit
- Angehörige werden entlastet, ohne die Nähe zu verlieren
- Bei Pflegegrad 3 bis 5 meist günstiger als das Heim
- Ehepaare bleiben zusammen — eine Kraft betreut beide
Nachteile und Grenzen
- Eine fremde Person zieht ein; Zimmer und Privatsphäre werden geteilt
- Keine Behandlungspflege — der Pflegedienst bleibt nötig
- Deutschkenntnisse variieren; sehr gute Kenntnisse sind seltener und teurer
- Wechsel alle 2–3 Monate: Eingewöhnung, auch wenn die zweite Kraft bekannt ist
- Die Chemie muss stimmen — ein Wechsel muss möglich sein
- Unseriöse Anbieter: Schwarzarbeit, versteckte Kosten, kein Ersatz bei Ausfall
Ausführlich und ohne Beschönigung: Nachteile der 24-Stunden-Pflege, Arbeitszeit und Ruhezeiten, Voraussetzungen im Haushalt und schlechte Erfahrungen vermeiden. Wie Sie Anbieter prüfen, steht in unserem Anbieter-Vergleich und in der Checkliste mit 12 Fragen (PDF).
Legal ist es in drei Modellen — und illegal in einem
| Modell | So funktioniert es | Bewertung |
|---|---|---|
| Entsendung (Diadema) | Betreuungskraft ist bei einem Unternehmen im Heimatland angestellt und wird nach EU-Richtlinie 96/71 entsendet; A1-Bescheinigung belegt die Sozialversicherung; deutscher Mindestlohn gilt | Legal, geringster Aufwand für die Familie, Ersatz bei Ausfall durch den Anbieter |
| Arbeitgebermodell | Die Familie stellt die Betreuungskraft selbst an, meldet sie bei Kasse und Finanzamt an, zahlt Lohn und Abgaben | Legal, maximale Kontrolle, aber Arbeitgeberpflichten, Lohnfortzahlung, kein Ersatz bei Krankheit |
| Selbstständige Betreuungskraft | Gewerbeanmeldung in Deutschland, Vertrag direkt mit der Familie | Legal nur bei echter Selbstständigkeit (mehrere Auftraggeber, eigene Zeiteinteilung) — sonst Scheinselbstständigkeit mit Nachzahlungsrisiko |
| „Privat organisiert“ | Ohne Vertrag, bar bezahlt, über Bekannte vermittelt | Schwarzarbeit: Bußgeld, Nachzahlungen, Haftung bei Unfall — für die Familie |
Woran Sie erkennen, ob ein Angebot legal ist: Polnische Pflegekraft legal beschäftigen. Wer unsere Betreuungskräfte sind: Pflegekräfte aus Polen und Osteuropa.
Über 4.000 Familien haben uns vertraut.
Wir sind ein Familienbetrieb aus Osnabrück, kein Franchise und kein Callcenter. Bei jedem Anruf hebt jemand ab, der Ihre Situation kennt – auch nachts über die Notfallnummer.

In vier Schritten zur Betreuungskraft
Anfrage (Tag 1)
Anruf oder Fragebogen: Pflegegrad, Wohnsituation, Wünsche an Sprache und Erfahrung. Wir sagen ehrlich, ob das Modell passt.
Angebot (Tag 1–3)
Schriftlich, mit verbindlichem Monatspreis, Rechenweg über Ihre Kassenleistungen, A1 und Versicherungsnachweis. Kostenlos und unverbindlich.
Auswahl (Tag 3–7)
Geprüfte Profile mit Erfahrung und Sprachstufe; auf Wunsch Telefonat mit der Betreuungskraft vor der Anreise.
Einzug (Tag 7–14)
Anreise, Übergabe, Einarbeitung. Danach feste Ansprechpartnerin in Osnabrück, 24/7-Notfallnummer, 14 Tage Kündigungsfrist.
Alle Details: Ablauf der Vermittlung · Fragen zum Vertrag: FAQ.
Häufige Fragen zur 24-Stunden-Pflege
Was ist 24-Stunden-Pflege?
Eine Betreuungskraft zieht in den Haushalt ein und übernimmt Grundpflege, Haushalt, Gesellschaft und Sicherheit rund um die Uhr. Sie arbeitet etwa 40 Stunden pro Woche plus Bereitschaft; medizinische Behandlungspflege bleibt beim ambulanten Dienst. Offiziell heißt das Modell Betreuung in häuslicher Gemeinschaft.
Was kostet 24-Stunden-Pflege im Monat?
Seriöse Anbieter: 2.800 bis 3.500 € brutto. Bei Diadema im Beispiel 3.015 €, nach Kassenleistungen 1.605 bis 2.248 € Eigenanteil, mit Steuerermäßigung ab ca. 1.272 €. Dazu Kost und Logis.
Welche Voraussetzungen braucht die 24-Stunden-Pflege?
Eigenes abschließbares Zimmer mit Fenster, Mitbenutzung von Bad und Küche, WLAN, Verpflegung. Ab Pflegegrad 2 zahlt die Kasse mit. Behandlungspflege muss der Pflegedienst abdecken.
Was sind die Nachteile der 24-Stunden-Pflege?
Eine fremde Person im Haus, keine Behandlungspflege, unterschiedliche Deutschkenntnisse, Wechsel alle zwei bis drei Monate — und ein Markt mit unseriösen Anbietern, den man prüfen muss.
Ist 24-Stunden-Pflege legal?
Ja — als Entsendung mit A1-Bescheinigung und Mindestlohn, als Anstellung durch die Familie oder mit echter Selbstständigkeit. Privat organisierte Kräfte ohne Vertrag sind Schwarzarbeit, für die die Familie haftet.
Wie schnell kann eine Betreuungskraft einziehen?
In der Regel 7 bis 14 Tage nach der Anfrage; nach einem Krankenhausaufenthalt in dringenden Fällen binnen 72 Stunden.
Wo wir betreuen: bundesweit aus Osnabrück
Unser Büro sitzt in Osnabrück, unsere Betreuungskräfte ziehen in ganz Deutschland ein. Für die Regionen mit den meisten Familien gibt es eigene Seiten mit Stadtporträt, Beratungsstellen und Kliniken.
24-Stunden-Pflege Niedersachsen ›
Osnabrücker Land & Emsland, Oldenburger Land & Küste, Region Hannover & Mitte, Braunschweiger Land & Harz, Elbe-Weser & Heide
24-Stunden-Pflege Nordrhein-Westfalen ›
Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet, Rheinland, Sauerland, Siegerland & Bergisches Land
24-Stunden-Pflege Osnabrück ›
Stadt und Landkreis Osnabrück, Georgsmarienhütte, Hasbergen, Wallenhorst, Belm, Bissendorf, Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Melle, Bramsche, Bad Essen
24-Stunden-Pflege Münster ›
Münster, Kreis Steinfurt (Greven, Emsdetten, Rheine), Kreis Warendorf (Telgte, Warendorf), Kreis Coesfeld, Kreis Borken
24-Stunden-Pflege Bielefeld ›
Bielefeld, Gütersloh, Herford, Paderborn, Detmold, Lippe, Minden-Lübbecke, Halle (Westf.), Werther, Steinhagen
24-Stunden-Pflege Hannover ›
Landeshauptstadt Hannover, Region Hannover (Laatzen, Langenhagen, Garbsen, Lehrte, Burgdorf, Wunstorf, Springe), Hildesheim, Celle
24-Stunden-Pflege Bremen ›
Bremen, Bremen-Nord (Vegesack, Blumenthal), Bremerhaven, Delmenhorst, Landkreis Osterholz, Landkreis Verden, Landkreis Diepholz, Oldenburg
24-Stunden-Pflege Oldenburg ›
Oldenburg, Ammerland (Bad Zwischenahn, Westerstede), Wesermarsch, Landkreis Oldenburg (Wildeshausen, Ganderkesee), Cloppenburg, Vechta, Wilhelmshaven, Friesland
24-Stunden-Pflege Dortmund ›
Dortmund, Unna, Hamm, Bochum, Witten, Castrop-Rauxel, Lünen, Schwerte, Kreis Unna, Märkischer Kreis
24-Stunden-Pflege Düsseldorf ›
Düsseldorf, Neuss, Ratingen, Meerbusch, Hilden, Erkrath, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Mettmann, Krefeld, Mönchengladbach
24-Stunden-Pflege Köln ›
Köln, Bonn, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rhein-Erft-Kreis (Brühl, Hürth, Frechen), Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis
24-Stunden-Pflege Hamburg ›
Hamburg (alle sieben Bezirke), Norderstedt, Ahrensburg, Pinneberg, Wedel, Buxtehude, Stade, Lüneburg
24-Stunden-Pflege Berlin ›
Berlin (alle zwölf Bezirke), Potsdam, Bernau, Oranienburg, Falkensee, Königs Wusterhausen, Landkreis Barnim, Havelland, Dahme-Spreewald
24-Stunden-Pflege München ›
München, Landkreis München, Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Ebersberg, Freising, Erding, Rosenheim, Augsburg
Ihre Stadt ist nicht dabei? Wir betreuen bundesweit — rufen Sie an: 0541 939334 90.
