Lachender Senior mit Mütze auf einer Parkbank

Kurz gesagt

Pflegestufen gibt es seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr. Die drei Pflegestufen (plus „Pflegestufe 0“) wurden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Wer damals eine Pflegestufe hatte, kam automatisch in einen höheren Pflegegrad: ohne eingeschränkte Alltagskompetenz eine Stufe höher, mit eingeschränkter Alltagskompetenz (zum Beispiel bei Demenz) zwei Stufen höher.1 Geld gibt es heute nur noch nach dem Pflegegrad, 2026 zum Beispiel 347 bis 990 Euro Pflegegeld im Monat.2

Pflegestufe bis 2016Pflegegrad seit 2017mit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 0–Pflegegrad 2
Pflegestufe 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3
Pflegestufe 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4
Pflegestufe 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Pflegestufe 3 HärtefallPflegegrad 5Pflegegrad 5

Das Wichtigste in 4 Punkten

  • Abgeschafft: Pflegestufen galten von 1995 bis Ende 2016. Seit 2017 entscheidet der Pflegegrad (1 bis 5) über die Leistungen der Pflegekasse.
  • Automatisch umgestellt: Niemand musste einen Antrag stellen. Die Pflegekasse hat jede Pflegestufe von sich aus in einen Pflegegrad übergeleitet.1
  • Geschützt: Ein übergeleiteter Pflegegrad bleibt auch bei einer späteren Begutachtung erhalten. Er darf nur steigen oder ganz entfallen, wenn keine Pflegebedürftigkeit mehr besteht.3
  • Mehr Geld als früher: Für dieselbe Fallgruppe zahlt die Pflegekasse heute deutlich mehr als 2016. Aus früher 244 Euro Pflegegeld (Stufe 1) sind 347 Euro (Pflegegrad 2) geworden.24

Pflegestufen einfach erklärt: das System bis 2016

Von der Einführung der Pflegeversicherung 1995 bis zum 31. Dezember 2016 wurden pflegebedürftige Menschen in Pflegestufen eingeteilt. Maßstab war eine einzige Frage: Wie viele Minuten Hilfe braucht ein Mensch am Tag? Gemessen wurde die Zeit, die ein Angehöriger ohne Pflegeausbildung für Körperpflege, Ernährung, Mobilität und den Haushalt aufwenden müsste.5 Je mehr Minuten, desto höher die Stufe.

Die Pflegestufen 0 bis 3 im Überblick (gültig bis 31.12.2016)

PflegestufeBezeichnungHilfebedarf pro Tag (Wochendurchschnitt)davon GrundpflegeWie oft Hilfe nötig war
Pflegestufe 0eingeschränkte Alltagskompetenz ohne Pflegestufeunter der Grenze von Stufe 1–Betreuung und Beaufsichtigung, zum Beispiel bei Demenz
Pflegestufe 1erheblich pflegebedürftigmindestens 90 Minutenmehr als 45 Minutenmindestens einmal täglich bei zwei Verrichtungen, dazu mehrfach pro Woche im Haushalt
Pflegestufe 2schwerpflegebedürftigmindestens 3 Stundenmindestens 2 Stundenmindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten
Pflegestufe 3schwerstpflegebedürftigmindestens 5 Stundenmindestens 4 Stundenrund um die Uhr, auch nachts
Pflegestufe 3 Härtefallaußergewöhnlich hoher Pflegebedarf–mindestens 6 Stunden, davon mindestens dreimal nachtsoder: nachts mehrere Pflegekräfte gleichzeitig nötig

Quellen: § 15 SGB XI in der bis 31.12.2016 geltenden Fassung, Härtefall-Richtlinien.56

Was war Pflegestufe 0?

„Pflegestufe 0“ war kein offizieller Begriff im Gesetz, sondern ein Name aus dem Alltag. Gemeint waren Menschen, die die Minutengrenze für Pflegestufe 1 nicht erreichten, aber im Alltag dauerhaft Betreuung brauchten, weil ihre Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt war. Das betraf vor allem Menschen mit Demenz, geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung. Sie bekamen 2016 zum Beispiel 123 Euro Pflegegeld im Monat.4 Seit 2017 gibt es keine „Null“ mehr: Pflegegrad 1 ist der niedrigste Grad.

Was war der Härtefall?

Innerhalb der Pflegestufe 3 gab es den Härtefall für Menschen mit außergewöhnlich hohem Pflegebedarf, vor allem in der Nacht. Wer als Härtefall anerkannt war, bekam höhere Sachleistungen und kam 2017 direkt in Pflegegrad 5.1

Warum es seit 2017 Pflegegrade statt Pflegestufen gibt

Das Minuten-System hatte eine große Schwäche: Es zählte vor allem, was der Körper nicht mehr kann. Wer körperlich noch fit war, aber wegen einer Demenz den Herd anließ, nachts umherirrte oder nicht mehr wusste, ob er gegessen hatte, bekam oft keine oder nur eine niedrige Pflegestufe. Fachleute sprachen von „Minutenpflege“: Waschen, Anziehen und Essen wurden gezählt, Zuwendung und Beaufsichtigung kaum.

Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) hat der Gesetzgeber das zum 1. Januar 2017 geändert.7 Seitdem gilt:

  • Nicht mehr Minuten, sondern Selbstständigkeit: Ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (bei Privatversicherten: Medicproof) prüft, wie selbstständig ein Mensch in sechs Lebensbereichen noch ist, zum Beispiel bei Mobilität, Selbstversorgung oder Orientierung.
  • Punkte statt Stufen: Das Ergebnis sind 0 bis 100 Punkte. Ab 12,5 Punkten gibt es Pflegegrad 1, ab 90 Punkten Pflegegrad 5.8
  • Körper, Geist und Psyche zählen gleich: Menschen mit Demenz werden nicht mehr benachteiligt.

Wie die Begutachtung heute genau abläuft und welche Module wie stark zählen, lesen Sie auf unserer Seite zur Begutachtung für den Pflegegrad. Eine Übersicht aller fünf Grade finden Sie im Bereich Pflegegrad.

Pflegestufen-Tabelle: Welche Pflegestufe welcher Pflegegrad ist

Am 1. Januar 2017 hat jede Pflegekasse alle Versicherten mit Pflegestufe automatisch in einen Pflegegrad übergeleitet. Es gab dafür keinen Antrag und keine neue Begutachtung. Die Kasse hat das neue Ergebnis schriftlich mitgeteilt.1 Welcher Grad es wurde, hing von zwei Dingen ab: der alten Pflegestufe und davon, ob eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt war.

Umrechnung Pflegestufe → Pflegegrad (§ 140 SGB XI)

Pflegestufe bis 2016ohne eingeschränkte Alltagskompetenzmit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 0–Pflegegrad 2
Pflegestufe 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3
Pflegestufe 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4
Pflegestufe 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Pflegestufe 3 HärtefallPflegegrad 5Pflegegrad 5

Einfacher Stufensprung (+1)

Wer nur körperlich eingeschränkt war, rückte eine Stufe nach oben: aus Pflegestufe 1 wurde Pflegegrad 2, aus Stufe 2 Pflegegrad 3, aus Stufe 3 Pflegegrad 4. Härtefälle kamen in Pflegegrad 5.1

Doppelter Stufensprung (+2)

Wer zusätzlich eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz hatte, rückte zwei Stufen nach oben: aus Pflegestufe 1 wurde Pflegegrad 3, aus Stufe 2 Pflegegrad 4, aus Stufe 3 Pflegegrad 5. Die „Pflegestufe 0“ wurde zu Pflegegrad 2.1 So hat der Gesetzgeber nachgeholt, was das alte System bei Demenz zu wenig berücksichtigt hatte.

Merksatz: Körperlich eingeschränkt = plus 1. Mit Demenz oder ähnlicher Einschränkung der Alltagskompetenz = plus 2. Höchstens bis Pflegegrad 5.

Umrechner: Pflegestufe → Pflegegrad

Zwei Angaben genügen. Es wird nichts gesendet, die Berechnung läuft nur in Ihrem Browser.



Zwei Beispiele (fiktive Fälle)

  • Herr K., 2016 Pflegestufe 2, nach einem Schlaganfall körperlich eingeschränkt, geistig klar: einfacher Stufensprung → seit 2017 Pflegegrad 3. Pflegegeld 2026: 599 Euro im Monat statt 458 Euro im Jahr 2016.24
  • Frau M., 2016 Pflegestufe 2 mit Demenz (eingeschränkte Alltagskompetenz): doppelter Stufensprung → seit 2017 Pflegegrad 4. Pflegegeld 2026: 800 Euro im Monat statt 545 Euro im Jahr 2016.24

Beide hatten „Pflegestufe 2“, haben heute aber unterschiedliche Pflegegrade. Deshalb lohnt sich ein Blick in das Überleitungsschreiben oder den letzten Bescheid.

Tochter und Mutter beim Spaziergang
Betreuung zu Hause

Ihr Angehöriger hatte früher Pflegestufe 2 oder 3?

Dann ist heute oft Pflegegrad 3 bis 5 anerkannt. Wir beraten Sie, wie die Betreuung zu Hause gelingt.

Pflegestufen und Geld: Wie viel gibt es 2026?

Wer nach „Pflegestufen Geld“ sucht, findet oft noch alte Beträge. Seit 2017 richtet sich jede Leistung der Pflegekasse nach dem Pflegegrad. Die Beträge sind seit dem 1. Januar 2025 unverändert und gelten auch 2026. Die nächste gesetzliche Anpassung ist zum 1. Januar 2028 vorgesehen.29

So hat sich das Geld entwickelt: Pflegegeld und Pflegesachleistung pro Monat

Fallgruppe bis 20162016: Pflegegeld / Sachleistungab 2017: Pflegegrad2017: Pflegegeld / Sachleistung2026: Pflegegeld / Sachleistung
Pflegestufe 0 mit eA123 € / 231 €Pflegegrad 2316 € / 689 €347 € / 796 €
Pflegestufe 1244 € / 468 €Pflegegrad 2316 € / 689 €347 € / 796 €
Pflegestufe 1 mit eA316 € / 689 €Pflegegrad 3545 € / 1.298 €599 € / 1.497 €
Pflegestufe 2458 € / 1.144 €Pflegegrad 3545 € / 1.298 €599 € / 1.497 €
Pflegestufe 2 mit eA545 € / 1.298 €Pflegegrad 4728 € / 1.612 €800 € / 1.859 €
Pflegestufe 3728 € / 1.612 €Pflegegrad 4728 € / 1.612 €800 € / 1.859 €
Pflegestufe 3 mit eA oder Härtefall728 € / 1.612 € (Härtefall: Sachleistung höher)Pflegegrad 5901 € / 1.995 €990 € / 2.299 €

eA = eingeschränkte Alltagskompetenz. Quellen: Übersicht Leistungen 20164, MD-Information zur Pflegereform 201710, BMG-Übersicht 20262.

Stand November 2026: Alle Beträge und Punktwerte auf dieser Seite gelten 2026. Die Bundesregierung plant mit dem Pflegeneuordnungsgesetz Änderungen ab 2027. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen. Wir aktualisieren diese Seite, sobald der Bundestag entschieden hat.

Leistungen der Pflegeversicherung 2026 je Pflegegrad (Auswahl)

LeistungPflegegrad 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Pflegegeld pro Monat (§ 37 SGB XI)–347 €599 €800 €990 €
Pflegesachleistung pro Monat, bis zu (§ 36 SGB XI)–796 €1.497 €1.859 €2.299 €
Entlastungsbetrag pro Monat, bis zu (§ 45b SGB XI)131 €131 €131 €131 €131 €
Tages- und Nachtpflege pro Monat, bis zu (§ 41 SGB XI)–721 €1.357 €1.685 €2.085 €
Verhinderungs- und Kurzzeitpflege pro Jahr, gemeinsamer Jahresbetrag (§ 42a SGB XI)–3.539 €3.539 €3.539 €3.539 €
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch pro Monat, bis zu (§ 40 SGB XI)42 €42 €42 €42 €42 €
Wohnumfeld anpassen, je Maßnahme bis zu (§ 40 SGB XI)4.180 €4.180 €4.180 €4.180 €4.180 €
Vollstationäre Pflege im Heim pro Monat (§ 43 SGB XI)131 €805 €1.319 €1.855 €2.096 €

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026.2 Im Pflegeheim kommt ab Pflegegrad 2 ein Zuschlag zum pflegebedingten Eigenanteil hinzu: 15 Prozent im ersten Jahr, bis zu 75 Prozent ab dem vierten Jahr.2

Pflegegeld oder Sachleistung?

Pflegegeld wird ausgezahlt, wenn Angehörige oder andere selbst organisierte Hilfe die Pflege übernehmen. Die Pflegesachleistung bezahlt einen ambulanten Pflegedienst direkt. Beides lässt sich anteilig kombinieren. Mehr dazu auf unserer Seite zum Pflegegeld.

Wichtig: Seit 2017 zahlen Heimbewohner der Pflegegrade 2 bis 5 im selben Heim den gleichen pflegebedingten Eigenanteil. Früher stieg der Eigenanteil mit der Pflegestufe. Eine Höherstufung macht den Heimplatz heute also nicht mehr teurer.11

„Pflegestufe 2“ – was ist heute gemeint?

Der Begriff „Pflegestufe 2“ wird bis heute oft benutzt, beim Hausarzt, im Krankenhaus oder in der Familie. Gemeint ist aber nicht immer dasselbe. Es gibt zwei Fälle.

Fall 1: Ihr Angehöriger hatte 2016 Pflegestufe 2

Dann hat er heute mindestens Pflegegrad 3, bei eingeschränkter Alltagskompetenz Pflegegrad 4. Ist der Pflegebedarf seitdem gestiegen und wurde neu begutachtet, kann es auch ein höherer Grad sein. Was genau gilt, steht im letzten Bescheid der Pflegekasse.

  • Pflegegrad 3: 599 Euro Pflegegeld oder bis zu 1.497 Euro Sachleistung im Monat (2026)2 → Alles zu Pflegegrad 3
  • Pflegegrad 4: 800 Euro Pflegegeld oder bis zu 1.859 Euro Sachleistung im Monat (2026)2 → Alles zu Pflegegrad 4

Fall 2: Sie meinen eigentlich „Pflegegrad 2“

Wer nach 2017 erstmals eingestuft wurde und von „Pflegestufe 2“ spricht, meint fast immer Pflegegrad 2. Das ist der häufigste Fall bei neuen Bescheiden. Pflegegrad 2 bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte).8

  • Pflegegrad 2: 347 Euro Pflegegeld oder bis zu 796 Euro Sachleistung im Monat (2026)2 → Alles zu Pflegegrad 2

Was steht mir bei „Pflegestufe 2“ alles zu?

Egal welcher Fall: Ab Pflegegrad 2 haben Sie Anspruch auf dieselben Leistungsarten, nur die Höhe hängt vom Grad ab.

  • Pflegegeld für die Pflege durch Angehörige (§ 37 SGB XI)
  • Pflegesachleistung für einen ambulanten Pflegedienst (§ 36 SGB XI), auch kombiniert mit Pflegegeld
  • Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat (§ 45b SGB XI)
  • Verhinderungs- und Kurzzeitpflege aus dem gemeinsamen Jahresbetrag von 3.539 Euro (§ 42a SGB XI)
  • Tages- und Nachtpflege zusätzlich zum Pflegegeld (§ 41 SGB XI)
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (bis 42 Euro im Monat) und technische Hilfsmittel (§ 40 SGB XI)
  • Zuschuss zum Umbau der Wohnung, bis 4.180 Euro je Maßnahme (§ 40 SGB XI)
  • Rentenbeiträge für pflegende Angehörige, wenn sie mindestens zehn Stunden pro Woche pflegen (§ 44 SGB XI)2
  • Pflegeberatung durch die Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt (§ 7a SGB XI)

Die genauen Beträge, Fallbeispiele und Tipps stehen auf den Seiten der einzelnen Pflegegrade.

„Pflegestufe 1“ heute

Pflegegrad 2 (mit eA: 3)
Pflegegrad 2

„Pflegestufe 2“ heute

Pflegegrad 3 (mit eA: 4)
Pflegegrad 3

„Pflegestufe 3“ heute

Pflegegrad 4 (mit eA: 5)
Pflegegrad 4

Härtefall heute

Pflegegrad 5
Pflegegrad 5

Besitzstandsschutz: Gilt der Schutz von 2017 heute noch?

Ja. Bei der Umstellung hat der Gesetzgeber versprochen, dass niemand schlechter gestellt wird. Dieses Versprechen steht bis heute im Gesetz.

Ihr übergeleiteter Pflegegrad bleibt erhalten. Wer 2017 aus einer Pflegestufe in einen Pflegegrad übergeleitet wurde, behält diesen Pflegegrad auch dann, wenn ihn ein Gutachter später nach den neuen Regeln niedriger einschätzen würde.3 Es gibt nur zwei Ausnahmen:

  1. Die neue Begutachtung ergibt einen höheren Pflegegrad. Dann gilt der höhere.
  2. Die Begutachtung ergibt, dass gar keine Pflegebedürftigkeit mehr vorliegt (unter 12,5 Punkte). Dann enden die Leistungen für die Zukunft.

Der Schutz gilt auch, wenn Sie die Pflegekasse wechseln, solange die neue Mitgliedschaft direkt an die alte anschließt.3

Was heißt das für eine Höherstufung? Sie können ohne Risiko einen höheren Pflegegrad beantragen. Kommt der Gutachter zu einem niedrigeren Ergebnis, bleibt es beim bisherigen übergeleiteten Grad. Wie Sie die Höherstufung beantragen und was Sie bei einer Ablehnung tun, lesen Sie unter Widerspruch und Höherstufung.

Für Leistungen, die 2016 höher waren als nach dem neuen Recht (etwa die frühere erhöhte Betreuungsleistung von 208 Euro), gab es einen eigenen Besitzstandsschutz mit Zuschlag.12 Für die meisten Familien spielt das heute keine Rolle mehr, weil die Beträge seitdem gestiegen sind.

Checkliste: Alter Pflegestufen-Bescheid – das sollten Sie wissen

  • Bewahren Sie das Überleitungsschreiben der Pflegekasse von Ende 2016 auf. Darin steht, aus welcher Pflegestufe Ihr Pflegegrad stammt.
  • Prüfen Sie, ob damals eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt war. Davon hing der doppelte Stufensprung ab.
  • Erhalten Sie einen Bescheid mit niedrigerem Pflegegrad, obwohl Sie übergeleitet wurden? Legen Sie innerhalb eines Monats Widerspruch ein und verweisen Sie auf § 140 Abs. 3 SGB XI.
  • Hat sich der Zustand verschlechtert? Eine Höherstufung kann sich lohnen. Eine erste Einschätzung gibt unser Pflegegrad-Rechner.
  • Sie wechseln die Pflegekasse? Achten Sie darauf, dass die neue Mitgliedschaft lückenlos anschließt.

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Frühere Pflegestufe, heute Pflegegrad 3 bis 5: Betreuung zu Hause

Wer 2016 Pflegestufe 2 oder 3 hatte, hat heute in aller Regel Pflegegrad 3, 4 oder 5. Für viele Familien kommt in dieser Lage irgendwann die Frage: Schaffen wir die Pflege noch selbst, oder braucht es mehr Hilfe? Ein Pflegeheim ist nicht der einzige Weg.

Bei einer 24-Stunden-Pflege lebt eine Betreuungskraft mit im Haushalt. Sie unterstützt bei der Grundpflege, im Haushalt und im Alltag, ist nachts nach Absprache erreichbar und sorgt für Gesellschaft. Medizinische Behandlungspflege wie Spritzen oder Wundversorgung übernimmt weiterhin ein ambulanter Pflegedienst.

Das Pflegegeld Ihres Pflegegrads können Sie frei verwenden, auch für die Betreuung zu Hause. Dazu kommen der Entlastungsbetrag und der Jahresbetrag für Verhinderungspflege, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Beispielpreis für eine Betreuungskraft mit Grundkenntnissen in Deutsch liegt bei 3.015 Euro im Monat. Der tatsächliche Preis hängt vom Bedarf und von der Betreuungskraft ab. Wie sich die Rechnung je Pflegegrad zusammensetzt, zeigen unsere Kostenseiten:

Diadema Pflege ist ein Familienbetrieb aus Osnabrück. Seit 2009 vermitteln wir Betreuungskräfte aus Polen über geprüfte Partner, legal und transparent, mit über 4.000 Vermittlungen. Für Sie als Familie fällt keine Vermittlungsgebühr an. Ist Demenz der Grund für den hohen Pflegegrad, finden Sie Hinweise zur Betreuung auf unserer Seite Demenz.

Pflegestufen in Österreich

In Österreich gibt es die Pflegestufen weiterhin. Das Bundespflegegeld wird dort in sieben Stufen gezahlt, abhängig vom Pflegebedarf in Stunden pro Monat.13 Diese Seite beschreibt das deutsche System. Für Österreich ist das Sozialministerium in Wien zuständig.

Beratung

Sie möchten Ihren Angehörigen zu Hause betreuen lassen?

Ob früher Pflegestufe oder heute Pflegegrad: Wir besprechen mit Ihnen, welche Hilfe passt und was sie kostet. Kostenlos und unverbindlich. Ihre Ansprechpartnerin ist Kerstin Land. Telefon: 0541 939334 91. Familienbetrieb aus Osnabrück, seit 2009, über 4.000 Vermittlungen, Google-Bewertung 5,0.

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Seit 2009.

Wir sind ein kleines, inhabergeführtes Team. Kein Franchise, kein Callcenter — bei jedem Anruf hebt jemand ab, der Sie kennt.

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Wir vermitteln seit über 17 Jahren qualifizierte Pflegekräfte aus Osteuropa für die 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause — legal, verlässlich und mit persönlicher Begleitung durch unser ganzes Team.

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FAQ

Häufige Fragen.

Gibt es Pflegestufen noch?

Nein. In Deutschland wurden die Pflegestufen zum 1. Januar 2017 abgeschafft und durch fünf Pflegegrade ersetzt. Wer heute Leistungen der Pflegekasse beantragt, bekommt einen Pflegegrad von 1 bis 5. Den Begriff „Pflegestufe“ hört man trotzdem noch oft, gemeint ist dann meist der Pflegegrad.

Welche Pflegestufe entspricht welchem Pflegegrad?

Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz wurde 2017 aus Pflegestufe 1 Pflegegrad 2, aus Stufe 2 Pflegegrad 3 und aus Stufe 3 Pflegegrad 4. Mit eingeschränkter Alltagskompetenz, etwa bei Demenz, gab es zwei Stufen mehr: Stufe 1 wurde Pflegegrad 3, Stufe 2 Pflegegrad 4, Stufe 3 Pflegegrad 5. Härtefälle kamen immer in Pflegegrad 5, die „Pflegestufe 0“ in Pflegegrad 2.

Was bekommt man bei Pflegestufe 2 heute?

Wer 2016 Pflegestufe 2 hatte, hat heute mindestens Pflegegrad 3: 599 Euro Pflegegeld oder bis zu 1.497 Euro Pflegesachleistung im Monat. Mit eingeschränkter Alltagskompetenz ist es Pflegegrad 4 mit 800 Euro Pflegegeld oder bis zu 1.859 Euro Sachleistung. Wer mit „Pflegestufe 2“ eigentlich Pflegegrad 2 meint, bekommt 347 Euro Pflegegeld oder bis zu 796 Euro Sachleistung (Stand 2026).

Was steht mir bei Pflegestufe 2 alles zu?

Neben Pflegegeld oder Pflegesachleistung gibt es den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat, 3.539 Euro im Jahr für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege, Pflegehilfsmittel bis 42 Euro im Monat, bis 4.180 Euro für einen Umbau der Wohnung sowie Rentenbeiträge für pflegende Angehörige. Die Höhe hängt vom heutigen Pflegegrad ab.

Wie viel Geld gibt es bei den Pflegestufen 2026?

Für Pflegestufen zahlt keine Kasse mehr, es zählt nur der Pflegegrad. 2026 beträgt das Pflegegeld 347 Euro (Pflegegrad 2), 599 Euro (Pflegegrad 3), 800 Euro (Pflegegrad 4) und 990 Euro (Pflegegrad 5) im Monat. Bei Pflegegrad 1 gibt es kein Pflegegeld, aber den Entlastungsbetrag von 131 Euro. Die Beträge gelten seit 2025 und sollen 2028 wieder angepasst werden.

Gibt es Pflegestufe 0 oder Pflegegrad 0?

Beides gibt es heute nicht. „Pflegestufe 0“ war bis 2016 die Bezeichnung für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, die die Minutengrenze für Pflegestufe 1 nicht erreichten. Sie wurden 2017 in Pflegegrad 2 übergeleitet. Der niedrigste Grad ist heute Pflegegrad 1 ab 12,5 Punkten.

Muss ich meine alte Pflegestufe umwandeln lassen?

Nein. Die Pflegekassen haben alle Pflegestufen zum 1. Januar 2017 von sich aus in Pflegegrade übergeleitet, ohne Antrag und ohne neuen Gutachterbesuch. Wer damals Leistungen bekam, erhielt ein Schreiben mit dem neuen Pflegegrad. Einen Antrag brauchen Sie heute nur, wenn Sie einen höheren Pflegegrad möchten.

Kann mein übergeleiteter Pflegegrad herabgestuft werden?

In der Regel nein. Nach § 140 Abs. 3 SGB XI bleibt ein 2017 übergeleiteter Pflegegrad auch bei einer neuen Begutachtung erhalten. Er kann nur steigen oder ganz entfallen, wenn überhaupt keine Pflegebedürftigkeit mehr vorliegt. Erhalten Sie trotzdem einen Bescheid mit niedrigerem Grad, legen Sie Widerspruch ein.

Was bedeutete „eingeschränkte Alltagskompetenz“?

So hieß bis 2016 ein besonderer Betreuungsbedarf, etwa bei Demenz, geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung. Typisch waren Weglaufen, Gefährdung durch falsches Verhalten oder fehlende Orientierung. Wer diese Einschränkung hatte, bekam höhere Leistungen und bei der Umstellung 2017 den doppelten Stufensprung.

Gibt es in Österreich noch Pflegestufen?

Ja. In Österreich wird das Pflegegeld weiterhin in sieben Stufen gezahlt. Das System hat mit den deutschen Pflegegraden nichts zu tun. Auskunft gibt das österreichische Sozialministerium.

Reicht das Geld der Pflegekasse für eine 24-Stunden-Pflege?

Meist nicht ganz, aber es deckt einen spürbaren Teil. Bei Pflegegrad 4 sind es zum Beispiel 800 Euro Pflegegeld im Monat, dazu kommen Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege. Den Rest tragen die Familie und ggf. Steuervorteile. Eine Beispielrechnung je Pflegegrad finden Sie auf unseren Kostenseiten zur 24-Stunden-Pflege.

Fragen zur Pflege zu Hause? Wir beraten kostenlos.

Kerstin Land und das Team in Osnabrück helfen beim Pflegegrad, bei den Kassenleistungen und bei der Frage, ob eine Betreuungskraft im Haus passt. Vorab: Häufige Fragen · Unser Team.

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